Luisenburg Festspiele Wunsiedel 2011

Luisenburg Festspiele Wunsiedel 2011
Eine Erfolgsgeschichte

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Michael Lerchenberg

Im Vorwort des Veranstaltungs-Flyers zur Saison 2011 schreibt Intendant
Michael Lerchenberg:

…Sie sind schuld an unserem Rekord, denn über 150.000 Zuschauer haben im Sommer 2010 unsere Luisenburg-Festspiele besucht! Fast alle Stücke waren ausverkauft! Das hat es vorher so noch nie gegeben. Einerseits freuen wir uns über diese Bestätigung unserer Theaterarbeit und spüren, dass unsere Stückauswahl bei Ihnen ankommt. Andererseits aber erschrecken wir, weil wir uns nicht mehr steigern können. Wir können daher nur noch besser werden – und auch im Sommer 2011 wollen wir das mit unserem Programm versuchen.

Wieder gibt es zwei Luisenburg-Erstaufführungen:
Unser geliebter „Meister Eder und sein Pumuckl“, und dann kommt mit unserer „Blues Brothers“-Geschichte wieder eines von diesen schrägen Musicals, die so gut auf unsere Bühne passen. Endlich gibt es mit „Nathan der Weise“ auch wieder einen deutschen Klassiker, nach Jahren alt, aber vom Thema her erschreckend aktuell.

Eine Wiederentdeckung ist „Der Holledauer Schimmel“, ein wunderbares bairisches Volksstück mit einer großen Besetzung voll herrlicher Typen, wie es derzeit auf hohem, professionellem Niveau nur noch auf der Luiseburg gespielt werden kann.

Aber wir machen auch ganz etwas Neues:
Mit „Indien“ als LUISENBURGXtra beginnen wir eine Serie mit kleinen, sehenswerten Stücken in unserem wunderschönen Museumshof unten in der Festspielstadt Wunsiedel.

Wolfgang Ambros feiert sein 40-jähriges Bühnenjubiläum bei uns. Gerhard Polt und die Biermösl Blosn kommen wieder. Sie können aber auch „Die Zauberflöte“ nehmen und damit in die „Fledermaus“ gehen.

Wofür entscheiden Sie sich? Wir sind gespannt und freuen uns aufs Wiedersehen auf Ihrer Luisenburg.

 

In der Saison 2011 wird auf der Luisenburg gespielt:


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Meister Eder und sein Pumuckel
Endlich ist er da, der sympathische, rothaarige Kobold, der bisher sein Unwesen noch nie auf der Luisenburg getrieben hat, obwohl es da geradezu nach Kobolden, Elfen und anderen Theatergestalten (und Zauberflöten) „riecht“. Endlich verwandelt sich die Naturbühne mit Hilfe des Bühnenbildners Peter Engel in eine große Schreinerwerkstatt und wird eine wundervolle Spiellandschaft für die Abenteuer des kleinen, quirligen Pumuckl und seines geduldigen und humorvollen Ziehvaters Meister Eder! Dabei ist das alles nur einem dummen Zufall zu verdanken: Der Pumuckl wäre nie sichtbar geworden, wenn er aufgepasst hätte und nicht am Leimtopf vom Meister Eder festgeklebt wäre. Das ist nun einmal Koboldgesetz, dass man für denjenigen sichtbar wird, an dessen Sachen man hängenbleibt... So können wir die Streiche mitverfolgen, die der Pumuckl ausheckt und mit denen er seit vielen Jahren Groß und Klein begeistert. Und wir können uns über die amüsieren, für die der Pumuckl nach wie vor unsichtbar ist.

Es wird auch wieder eine Musik-CD als Erinnerung und zum Mitsingen geben, mit den Liedtexten in einem liebevoll illustrierten Booklet. Ebenso bietet die Theaterpädagogik zu „Meister Eder und sein Pumuckl“ wieder eine Nachbereitung im Felsenlabyrinth an, die sich mittlerweile schon zu einem echten Geheimtipp entwickelt hat. Da kann man sich u.a. in des Pumuckls liebster Disziplin ausprobieren: in der Dichtkunst, denn: „Was sich reimt ist gut...“ sagt der Pumuckl!

Premiere: Dienstag, 24. Mai 2011, 10.30 Uhr


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Der Holledauer Schimmel
Das Schelmenstück aus dem Hopfenlande von Alois Johannes Lippl ist eine Wiederentdeckung. Vor 30 Jahren wurde dieses wunderbare bairische Volksstück zuletzt auf der Luisenburg gespielt. Es wartet mit einer großen Besetzung voll herrlicher Typen auf, wie sie derzeit auf hohem, professionellem Niveau nur auf der Luisenburg zu finden sind. In ihrer szenischen Raffinesse erinnert die turbulente und amüsante Komödie an den großen Shakespeare und in ihrer Brisanz ans Hier und Heute:

Die Bürgermeister und Bräuhausbesitzer der seit Jahren verfeindeten Nachbargemeinden Banzing und Haselbach, gespielt von Rudolf Waldemar Brem und Christian Hoening, beschließen, des größeren Profits wegen, die Versöhnung. Als sichtbares Zeichen dieser neuen und selbstverständlich „ewigen“ Freundschaft wollen sie ihre beiden Kinder (Ina Meling und Holger Matthias Wilhelm) zwangsverheiraten. Die Kinder haben aber natürlich ihre eigenen Pläne und auch die anderen „Schäfchen“ funktionieren nicht so, wie die Obrigkeit es ihnen verordnet. Man traut eben Politikern nicht – und ihnen alles zu!

Daneben wird immer wieder ein Schimmel gestohlen und dem ahnungslosen Kontrahenten als corpus delicti in den Stall gestellt...

Premiere: Freitag, 24. Juni 2011, 20.00 Uhr


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Brothers - Im Namen des Herrn
Die Blues Brothers
Die „Blues Brothers“ sind Kult! Ihr Leben eine Verfolgungsjagd! Und die offizielle Vatikanzeitung „L'Osservatore Romano“ hat die Geschichte der Rhythm- & Blues-Band, die „Blues Brothers – Im Namen des Herrn“ zugrunde liegt als „besonders wertvoll“ empfohlen. Sie wird in dieser Saison auf der Musical-Position zu erleben sein– und man muss sie erleben!

Die kleinkriminellen Musiker Jake und Elwood beschließen, ihr Waisenhaus, in dem sie sich als Kinder geborgen gefühlt hatten, vor der Schließung zu bewahren. Da ihnen aber von Schwester Oberin verboten wird, das nötige Geld auf „krummen“ Wegen zu „beschaffen“, machen sie sich „im Namen des Herrn“ auf den Weg und versuchen, ihre legendäre Band „The Blues Brothers“ wieder zusammenzutrommeln. Doch das ist bei dem diplomatischen und organisatorischen Geschick der Brüder und ihrem fatalen Hang, sich unentwegt mit der Polizei anzulegen, schlichtweg unmöglich. Unmöglich? Gibt es nicht! Und das ist gut so, denn es war einfach eine wahnsinnige Musik, die die „Blues Brothers“ gemacht haben, die niemanden auf dem Sessel hält – und von der dieses Stück lebt!

Erleben Sie alle Hits von „Everybody Needs Somebody“ über „Gimme Some Lovin“ bis hin zu „Sweet Home Chicago“ und lassen Sie sich elektrisieren von der einzigartigen Kraft des Rhythm & Blues!

Premiere: Donnerstag, 30. Juni 2011, 20.30 Uhr

Zusatzvorstellungen am Mittwoch, 20.7. und Mittwoch, 27.7., jeweils um 20.30 Uhr

 

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Nathan der Weise
Der Klassiker dieser Saison, „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing, rundet das vielseitige Programm dieser Saison ab, das unter das Motto „Versöhnung“ gestellt werden könnte.

Schauplatz ist Jerusalem. Auf die heiligen Stätten erheben dreierlei Bewerber Anspruch: Moslems, Christen und Juden. Jeder sieht sich im Recht, hält seine Ansprüche aufrecht, doch wer hat die besten Argumente? Der Stärkste, der Klügste, der Reichste? Sind die Religionen nicht alle gleichwertig und gleichberechtigt? Sind es nicht die von außen herangetragenen „Unterschiede“ und „Wertigkeiten“ wie die Zugehörigkeit zu Rassen, Religionen, Nationen, Parteien, die ein friedliches Zusammenleben stören? Kann Liebe zwischen den Fronten vermitteln, können Einsicht, Toleranz und Weisheit die Welt verändern? Wohl kaum, wenn man, wie Lessing im Stück warnend anmerkt, nicht wirklich überzeugt ist: „Wer's einfach glaubt, wird eben nicht selig; wer's nur herunterbetet, nicht erleuchtet.“

Lessing hat vor über 230 Jahren ein aufregend aktuelles Stück geschrieben, das den heute weltweit heraufbeschworenen „Clash of Cultures“ schon damals als unsinnig gebrandmarkt hat. Das Stück dramatisiert Spannungen zwischen Christen, Muslimen und Juden, spielt Ursache und Wirkung durch und leitet daraus den Ruf nach Menschlichkeit, Würde und Respekt ab. Damit verliert es seine Dringlichkeit im heutigen weltpolitischen Klima keineswegs – ganz im Gegenteil!

Premiere: Freitag, 15. Juli 2011, 20.30 Uhr


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Luisenburgxtra: Indien
Tragikomödie von Josef Hader und Alfred Dorfer

Erstmals gibt es mit dem LUISENBURGXTRA IM MUSEUMSHOF eine Eigenproduktion im Hof des Fichtelgebirgsmuseums, das im ehemaligen Spital untergebracht ist, „unten“ im historischen Kern der Festspielstadt Wunsiedel. Die Reihe wird mit „Indien“, der Tragikomödie von Josef Hader und Alfred Dorfer, eröffnet

Das mit mehreren Kleinkunstpreisen ausgezeichnete Drei-Personen-Stück zählt zum Feinsten, was das Theater in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Ein „Wunderwerk des komischen Schreckens...“ urteilte DER SPIEGEL, wie es sich „... sonst nur noch Helmut Qualtinger und Thomas Bernhard in einer gemeinsam durchsoffenen Nacht“ hätten ausdenken können!

Kaum zu versöhnen sind der Bier trinkende, bodenständige Schnitzeltester Heinz Bösel und der Rohkost essende, von fernöstlicher Religion bewegte Streber Kurt Fellner, die übers Fressen, Saufen, den Tod und das Leben „philosophieren“.

Premiere: Donnerstag, 28. Juli 2011, 20.00 Uhr • 25,– €

 
Konzerte

Gerhard Polt & die Biermösl Blosn

Wolfgang Ambros & die Nr. 1 vom Wienerwald

beide restlos ausverkauft!

 

Fledermaus

Die Operette von Johann Strauß

Gastspiel der Operettenbühne Wien

Premiere: Donnerstag, 11. August 2011, 20.00 Uhr

 

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Zauberflöte

Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart

Gastspiel der Landesbühnen Sachsen

Premiere: Freitag, 19. August 2011, 20.00 Uhr

Zusatzvorstellung am Montag, 22. August 2011, 20.00 Uhr


Kartenbestellungen und Informationen:

Touristinformation / Kulturamt

Jean-Paul-Str. 5, 95632 Wunsiedel • Tel.: 09232-602-162 • Fax: 09232-602-169

Mo. - Do. 8.00 - 12.00 Uhr + 13.00 - 16.00 Uhr • Fr. 8.00 - 12.00 Uhr •

Sa. 11.00 - 12.00 Uhr

Während der Festspielzeit:

Mo - Do 8.00 - 17.00 Uhr • Fr 8.00 - 16.00 Uhr •

Sa. 9.00 - 12.00 Uhr • So. + Feiertags 10.30 - 12.00 Uhr

Pro telefonischer oder schriftlicher Bestellung über die Touristinformation/Kulturamt wird eine Bearbeitungsgebühr von 2,- € erhoben.

Weitere Informationen und auch Kartenbestellung über: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bei den bekannten Verkaufsstellen

An der Theaterkasse auf der Luisenburg
90 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Am Sa. und So. mit je 3 Vorstellungen von 9.00 Uhr bis zum Vorstellungsbeginn 20.30 Uhr durchgehend!

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