Monat August

Wetter- und Bauernregeln
Monatsdarstellung August


2008 © Ulrich Göpfert

Herkunft des Namens:
Als der römische Kaiser Augustus den Julianischen Kalender verbesserte, wurde mit Beschluß des römischen Senats im Jahr 7 n. Chr. der Monat nach ihm benannt.

Andere Monatsbezeichnungen:
Erntemonat, Ernting, Sichelmond, Ährenmonat (um 800), auch Augst, Augstmond (bis 1650)


2008 © Ulrich Göpfert

Die bereits im Vormonat angelaufenen Erntearbeiten erreichen im August ihren Höhepunkt. Zugleich dauern mit ihrer sprichwörtlichen Hitze die Hundstage (bis 23. August) an. Dennoch verliert die Sonne schon ab Maria Himmelfahrt (15. August) "ihre Kraft“. Von Monatsbeginn bis Monatsende nimmt der Tag immerhin um eineinhalb Stunden Länge ab. Um Bartholomä (24. August) herbstelt es schon meist spürbar und sichtbar.

Nach "Haddenbach“ kommt gemäß einer uralten Regel den vier Tagen vor dem August-Vollmond große Bedeutung zu. Sind nämlich hier die Mondspitzen "rein“ (klar zu sehen), lässt sich bis zum Ende des Monats mit schönem Wetter rechnen. Sind sie dagegen trüb und verschwommen, muss mit regnerischem, oft stürmischem Wetter bis zum Monatsende gerechnet werden.


2008 © Ulrich Göpfert

Gerne sieht der Bauer Morgentau, denn er kündet von schönem Wetter; fehlt er, muss man ungünstige Witterung, meist Schwüle mit nachfolgenden Gewitter und Regen, befürchten. Da wir es mit einem Monat zu tun haben, wo es größtes Anliegen der Landwirtschaft ist, die Getreideernte möglichst reif und trocken unter Dach und Fach zu bringen, ist der Wunsch nach möglichst trockenem und recht warmen Wetter verständlich. Dies zumal auch deshalb, weil das, was der August nicht kocht (nämlich Obst und Wein), im September ungebraten bleibt, d. h. nicht voll zur Reife kommt und die erwünschte Süße nicht erreicht. Nebel sind im August nicht gerne gesehen, denn sie lassen einen nassen und stürmischen Herbst befürchten.

Bekannte August-Lostage sind der Lorenzitag (10. August), der Maria Himmelfahrtstag (15. August) und St. Bartholomä (24. August). Vor allem letzterem und Lorenzi schreibt man genauere Aussagen über die Witterung des kommenden Herbstes im September und Oktober zu. Auch gilt die alte Regel, dass sich das Wetter längere Zeit so hält, wenn es am Marien-Himmelfahrtstag schön und klar ist.

Allgemeine Monatsregeln:
Wenn im August der Wind aus Nord, ziehen die Schwalben noch lang nicht fort.
Was die Hundstag gießen, muss Ernt` und Traube büßen.
Erste Augustwoche heiß, wird der Winter lang und weiß.
Wettert es viel im August, du nassen Winter erwarten musst.
Je dichter der Regen im August, je dünner wird der Most.

Wer im August im Topf nichts hat, wird im Winter auch nicht satt.
Gibt`s im August keine Garben, wird man im Winter darben.
Wer in der Ernte nicht früh aufsteht, muss sehen, wie`s ihm im Winter geht.
Auf einen nassen Sommer fürwahr folgt Teuerung im nächsten Jahr.


2008 © Ulrich Göpfert

Regeln nach Los- und Namenstagen:
Ist`s um Petri (1. bis 10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.
Hitze an St. Dominikus, ein strenger Winter kommen muss.
Oswaldtag muss trocken sein, sonst wird teuer Korn und Wein.
Sankt Lorenz mit heißem Hauch, füllt dem Winter Faß und Schlauch.
Nach Laurenzi wächst das Holz nicht mehr.
Sind Laurenz und Bartholomäus (24. August) schön, ist ein guter Herbst voraus zu sehn.

Leuchten in der Nacht vor Maria Himmelfahrt die Sterne, so hält sich das Wetter gerne.
Regnet`s an St. Sebald, kommt teure Zeit sehr bald.
Wie der Bartholomäitag sich hält, so ist der ganze Herbst bestellt.
Zu Jakobi (25. Juli) werden die Äpfel gesalzen, zu Bartholomä geschmalzen.
Um die Zeit von Augustin, zieh`n die warmen Tage hin.
St. Raimund treibt die Wetter aus.

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