150. Todestag von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha

150. Todestag von Prinz Albert
von Sachsen-Coburg
und Gotha
Coburg gedenkt im Jahr 2011 einem seiner berühmtesten Bürger

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Das Repro zeigt den Prinzen Albert von Sachsen-Coburg und Gotha
(1819-1861). Gemalt von Franz Xaver Winterhalter im Jahr 1842.
Im Besitz der Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha´schen Familie
Repro: Ulrich Göpfert 

Nicht nur das englische Königshaus der Windsors wird im Jahr 2011 des 150. Todestages (+14.12.1861) seines Vorfahren Prinz Albert gedenken, sondern auch die Coburger. Schließlich waren Coburg und das nahe liegende Schloss Rosenau Geburtsstätte und Heimat des Ehemannes der berühmten Queen Victoria.

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Das Repro zeigt die Königin Victoria von Großbritannien und Irland
(1819-1901). Gemalt von Franz Xaver Winterhalter im Jahr 1842.
Im Besitz der Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha`schen Familie
Repro: Ulrich Göpfert

Da die Königin nach dem Tod ihres geliebten Alberts alles daran setzte, das Andenken an ihn aufrecht zu halten, wäre sie sicher hoch erfreut, wenn sie das geplante Veranstaltungsprogramm sehen könnte: Zahlreiche Ausstellungen, Sonderführungen und Musikabende von September bis Dezember 2011 sollen die Erinnerung an den berühmten Coburger aufleben lassen. In einem einmaligen Totenkult ließ Queen Victoria weltweit unzählige Albert-Denkmäler errichten – das erste davon in Coburg. Noch heute bildet das imposante Monument den Mittelpunkt des Coburger Marktplatzes.

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Stadtresidenz Schloss Ehrenburg
Foto: 2011 © Ulrich Göpfert

Eine weitere Albert-Statue wird es 2011 zwar nicht geben
Stattdessen werden aber die Kunstsammlungen der Veste Coburg, der Kunstverein, die Landesbibliothek, das Staatsarchiv, das Naturkundemuseum und Schloss Callenberg noch einmal das Leben, das Wirken und die Liebe des Prinzgemahls zu seiner Ehefrau Victoria in Bildern, Lesungen und Musikstücken in den Mittelpunkt rücken. Ehemalige Wirkungsstätten Alberts werden dabei eine große Rolle spielen. So wird die Jahrestagung der Prinz Albert Gesellschaft auf Schloss Ehrenburg stattfinden und die Schüler des Gymnasiums Albertinum werden Werke des Namensgebers ihrer Schule präsentieren.

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Schloss Rosenau – Geburtsstätte von Prinz Albert,
dem Prinzgemahl der Königin Victoria von England
Foto: 2011 © Ulrich Göpfert

Wer mit eigenen Augen sehen möchte, wie Albert seine Kindheit verbrachte,
sollte Schloss Rosenau einen Besuch abstatten: Besucher können hier einen Blick in das ehemalige Prinzenzimmer werfen und die originale Wiege des späteren Ehemanns von Queen Victoria bewundern.

Eine Broschüre über Prinz Albert gibt es in englischer und deutscher Sprache beim Tourismus Coburg.

Prinz Albert

Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha wurde am 26. August 1819 auf Schloss Rosenau bei Coburg geboren. Weil sein Vater, Herzog Ernst I., seine Ehefrau nach St. Wendel (heutiges Saarland) abschob, musste Albert ohne seine Mutter aufwachsen.

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Marktplatz Coburg mit Prinz Albert Denkmal, im Hintergrund das Stadthaus
Foto: 2011 © Ulrich Göpfert

Nach einer strengen Erziehung unternahm Albert zahlreiche Bildungsreisen,
unter anderem an die Fürstenhöfe nach Dresden und Berlin, nach Wien, Paris und London. Später studierte er Komposition, Gesang und Orgel in Italien. Außerdem schloss er ein geisteswissenschaftliches Studium an der Universität Bonn ab.

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Königin Victoria und Prinzgemahl Albert im Kreise der Familie
Repro: Ulrich Göpfert

Im Februar 1840 heiratete Albert seine Cousine,
Queen Victoria von Großbritannien und Irland
Obwohl die Heirat zwischen den beiden arrangiert war, verband die Eheleute eine tiefe Zuneigung zueinander. Sie bekamen insgesamt neun Kinder.

Albert studierte britisches Staatsrecht und avancierte
zum wichtigsten Berater und Sekretär der Königin
Er schrieb ihre Reden, engagierte sich stark in sozialen Belangen und wurde 1857 offiziell zum Prinzgemahl ernannt. Trotz fehlendem Königstitel, war er aber wenige Jahre nach der Eheschließung inoffizieller König von Großbritannien. Er richtete die erste Weltausstellung 1851 aus und entwarf Englands erste Arbeiterwohnungen mit Wasserleitung und Toilette. Und noch etwas haben die Engländer dem Prinzen zu verdanken: den Weihnachtsbaum. Jedes Jahr an Heiligabend bestand er auf die Tradition, die er als Kind in Coburg kennen gelernt hatte. Überhaupt blieb er weiterhin mit seiner Heimatstadt in Verbindung: Die erste große Auslandsreise des Königspaares führte die beiden nach Coburg. Der Besuch beeindruckte Queen Victoria derart, dass sie Coburg und Schloss Rosenau als ihre zweite Heimat bezeichnete. „Wäre ich nicht, was ich bin, so wäre hier mein wahres Zuhause“, schrieb sie in ihr Tagebuch.

Mit 42 Jahren starb Albert offiziell an Typhus
Neuere Mutmaßungen gehen allerdings von Magenkrebs als Todesursache aus. Queen Victoria war von seinem Tod tief erschüttert und zog sich völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Anlässlich der Heirat einer ihrer Enkelinnen mit dem Großherzog von Hessen reiste sie 1894 zum siebten und letzten Mal nach Coburg.

Quelle: Stadt Coburg

Weitere Informationen:
Tourismus Coburg, Herrngasse 4, 96450 Coburg,
Telefon: 09561 / 89 – 80 00,

Fax: 09561 / 89 80 29,
E-Mail:
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Internet: www.coburg-tourist.de

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