Rembrandts Erben

Kunstsammlungen Veste Coburg
„Rembrandts Erben“
Verbesserung, Vollendung und Vermarktung eines verehrten Vorbilds
Ausstellung vom 17. Dezember 2011 bis zum 12. Februar 2012

In der aktuellen Ausstellung ihres Kupferstichkabinetts stellen die Kunstsammlungen der Veste Coburg eine dem Publikum bisher unbekannte Sichtweise auf die Radierungen Rembrandts vor.

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Rembrandt Harmensz. van Rijn (Leiden 1606-1669 Amsterdam)
und Georg Friedrich Schmidt (Schönerlinde bei Berlin 1712-1775 Berlin)
Ein alter Mann, seine Augen mit der Hand beschattend
Radierung, Kaltnadel und Grabstichel
Kunstsammlungen der Veste Coburg, Inv. Nr. III,380,221

Als „ideelle Erben“ des Radierers Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606-1669) können jene Sammler und Kunstliebhaber der ihm nachfolgenden Generationen bezeichnet werden, die seine Radierplatten erworben haben. Die von Rembrandt eigenhändig radierten Platten stellten ein Vermächtnis des Künstlers dar, von dem je nach Intention unterschiedlicher Gebrauch gemacht wurde. Entsprechend dem jeweiligen Rembrandtverständnis der Besitzer der Druckplatten wurden die Bildschöpfungen Rembrandts auf der Platte oder im Druckvorgang auf verschiedene Weise verändert. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Verehrung Rembrandts war dabei die Absicht wirksam, die betreffende Radierung zu verbessern oder zu vollenden aber auch zu vermarkten. Somit entstanden vornehmlich im 18. Jahrhundert zusätzliche posthume Variationen von den originalen Druckplatten Rembrandts, die u. a. über die Rembrandtrezeption und die Sammlerinteressen dieser Zeit Aufschluss geben.

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Rembrandt Harmensz. van Rijn (Leiden 1606-1669 Amsterdam)
Ein alter Mann, seine Augen mit der Hand beschattend
Radierung und Kaltnadel
Kunstsammlungen der Veste Coburg, Inv. Nr. VII,381,234a

In den Kunstsammlungen der Veste Coburg wird dieses Phänomen der Rembrandtrezeption erstmals in einer Ausstellung anschaulich präsentiert und in einer begleitenden Publikation wissenschaftlich kommentiert. In der Gegenüberstellung der in dem genannten Zusammenhang angefertigten Drucke mit früheren Abzügen der betreffenden Radierungen Rembrandts werden die Unterschiede und die jeweils angestrebten Wirkungen für den Betrachter nachvollziehbar.

Die Ausstellung von rund 40 Blättern aus den Beständen des Kupferstichkabinetts der Kunstsammlungen der Veste Coburg, darunter so bedeutende Radierungen Rembrandts wie das „Hundertguldenblatt“, wird durch wichtige Leihgaben des Rijksmuseums und des Museums Het Rembrandthuis, beide Amsterdam, bereichert.

Weitere Informationen:
Laufzeit: 17. Dezember 2011 bis zum 12. Februar 2012 in den Kunstsammlungen der Veste Coburg.

Zu der Ausstellung erscheint eine wissenschaftliche Begleitpublikation mit den Abbildungen aller Exponate zum Preis von 6,- €

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 13:00 bis 16:00 Uhr

Geschlossen: 24., 25., und 31. Dezember 2011

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