„Sumbarcher Waschweiber“

„Supernarr“ 2013
Die „Sumbarcher Waschweiber“ aus Sonneberg bei Coburg  sind die Gewinnerinnen der Fastnachts-Talentschau "Franken sucht den Supernarr"

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Kurz vor der Verkündigung:
Die Nervosität bei den Kandidaten ist groß. Wer wird "Supernarr" 2013?
Foto 2013 © BR

Jetzt steht es fest: "Die Sumbarcher Waschweiber" aus Sonneberg bei Coburg wurden zum "Supernarr" 2013 gekürt.
Mit ihren humorvollen Darbietungen als spitzzüngige Waschweiber "Frieda" und "Hulda" konnten Doris Motschmann und Silvia Otto die Jury im Finale überzeugen. Auf das Thüringer Fastnachts-Duo wartet jetzt ein Auftritt bei der Prunksitzung "Fastnacht in Franken" am 1. Februar in Veitshöchheim.

Interview mit den neuen "Supernarren"

Frankens neue "Supernarren" kommen aus Thüringen
Die „Sumbarcher Waschweiber“ aus Sonneberg bei Coburg  sind die Gewinnerinnen der Fastnachts-Talentschau "Franken sucht den Supernarr". Im Interview erzählen die Lehrerin Doris Motschmann und die Bürokauffrau Silvia Otto, ob sie der Sieg überrascht hat, welche Beziehungen sie zu Franken haben und wie sie feierten.

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  Die „Sumbarcher Waschweiber“
  links: Doris Motschmann, rechts:  Silvia Otto
  Foto: 2013 © BR

Glückwunsch! Wie ist es, als Thüringerinnen ausgerechnet Frankens neuer “Supernarr“ zu werden?

Doris Motschmann: Danke! Es ist der blanke Wahnsinn. Der Titel ist die Krönung in unserem bisherigen Leben als „Sumbarcher Waschweiber“. So richtig haben wir das Ganze noch nicht verarbeitet. Wir konnten es uns gar nicht vorstellen, als Thüringerinnen in Franken Supernarr zu werden – aber nicht weil wir Thüringerinnen sind, sondern weil Franken so viele Talente auf dem Gebiet der Fastnacht hat.

Silvia Otto: Natürlich hat es uns auch gezeigt, dass Ländergrenzen beim Humor nicht bestehen und sich bestätigt hat: ‚Lachen ist für alles und jeden gut!‘

Welche Beziehungen haben Sie zu Franken?

Doris Motschmann: Wir treten oft in Franken auf, wir haben Freunde in Franken, kaufen dort ein und gehen zum Friseur. Außerdem unterrichte ich Kinder aus Neustadt/Coburg.

Silvia Otto: Wir wohnen beide nur 300 Meter bzw. drei Kilometer von der Grenze zu Bayern entfernt. Was ganz toll ist, wir sprechen bis auf Kleinigkeiten den gleichen Dialekt und haben den gleichen Humor.

Kam der Sieg überraschend für Sie?

Doris Motschmann: Total. Heimlich hatten wir zwar gehofft, nachdem wir alle Finalisten gesehen haben, unter die ersten drei zu kommen. Aber den Titel holen – nie!!!

Wie haben Sie gefeiert?

Doris Motschmann: Mit der Familie, Freunden und Vereinsmitgliedern unseres Sonneberger Faschingsvereins bei Sekt, Bier und einer Thüringer Bratwurst. Unsere Fans, darunter auch unsere Landrätin und unser Faschingspräsident, waren natürlich außer Rand und Band.

Jetzt kommt Veitshöchheim. Sind Sie schon nervös?

Doris Motschmann: Lampenfieber haben wir immer, Angst nicht.

Silvia Otto: Es ist natürlich eine besondere Herausforderung, aber wenn wir so bleiben wie wir sind, kann nichts schief gehen!

Durch wen haben Sie vom Supernarr erfahren? Und wie ist Ihr Programm entstanden?

Doris Motschmann: Ich habe im Fernsehen den Aufruf mitbekommen und uns angemeldet. Unser Programm entsteht, indem wir das ganze Jahr über lustige Begebenheiten, selbst erlebte Episoden und Witze, die wir für uns zuschneiden, sammeln. Wir treffen uns in der Regel intensiv zwischen Weihnachten und Silvester, schreiben den Text zusammen, aktualisieren und proben, so dass zum Saisonauftakt unseres Faschingsvereins ein neuer Waschweibertext steht.

Silvia Otto: Männer, Kinder, Beamte oder auch andere Berufsgruppen stehen immer im Feuer der Kritik und werden von uns auf die Schippe genommen. Der Alltag bietet so viel Lustiges. Aber wir vermeiden bewusst, unter die Gürtellinie zu gehen.

Wie ist der Name ‚Sumbarcher Waschweiber‘ entstanden?

Doris Motschmann: Man muss wissen, dass unser fiktiver Wirkungsbereich als ‚Waschweiber‘ in der Stadtverwaltung bzw. im Landratsamt Sonneberg ist und Sonneberg ist in unserem Dialekt gleich „Sumbarch“.

Silvia Otto: Da sind wir zwei Weiber, die sehr viel ‚waschen‘, aber sauber wird dabei nix.

Frau Motschmann, wie kommt man als Lehrerin für Mathematik und Physik
zum Waschweib und zur Fastnacht?

Doris Motschmann: Ich habe schon immer sehr gerne Humor verbreitet. Zum Beispiel habe ich über einige Jahre in einem Lehrerkabarett mitgewirkt. Im Faschingsverein „Kuckuck“ Sonneberg habe ich dann ein neues Feld für mich gefunden, als Büttenrednerin „Emanze“ und als „Waschweib Frieda“. Meine Schüler kennen mich schon lange in der Kittelschürze und finden es toll, was ich mache.

Frau Otto, Sie sind Bürokauffrau in einem Versandhaus. Wie reagieren Ihre Kollegen?

Silvia Otto: Ich denke sie freuen sich, zumal sie alle die Daumen gedrückt haben!

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Alle Gewinner zusammen: "Die Verrückten" aus Höchstadt, die "Sumbarcher Waschweiber" aus   Sonneberg und "Streckenbach & Köhler" aus Ebersdorf.
Foto: 2013 © BR

Quellenhinweis:
BR.de – Fernsehen – Bayerisches Fernsehen – Franken sucht den Supernarr

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