Die Räuber - Drama von Schiller

Landestheater Coburg
Die Räuber
Drama von Friedrich Schiller

Weitere Vorstellungen

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Szenenfoto "Die Räuber"
v.l.: Eva Marianne Berger (Amalia von Edelreich); Sönke Schnitzer (Franz von Moor)
Foto: 2014 © Henning Rosenbusch

Als junger Bursche im Alter von gerade mal 17 Jahren begann Friedrich Schiller mit der Arbeit am Drama „Die Räuber“. Entstanden in der geist- und kunstfeindlichen Atmosphäre der Militärakademie Karlsschule, die Schiller als Jugendlicher besuchte, sind „Die Räuber“ ein Manifest des Aufbegehrens: gegen das „tintenklecksende Säkulum“, gegen gesellschaftlichen Stillstand, gegen die Herrschaft des Ewiggestrigen.

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Szenfoto "Die Räuber"
v.l. Thorsten Köhler (Schweizer); Alexander Peiler (Roller);
Matthias Renneisen (Spiegelberg)
Foto: 2014 © Henning Rosenbusch


Doch Karl Moor und seine Kumpane brauchen einen konkreten Anstoß, damit aus dem grölenden Studentenhaufen die titelgebenden „Räuber“ werden: Karls Bruder Franz bringt Vater Moor durch eine geschickt inszenierte Verleumdung dazu, Karl zu verstoßen – und diese narzisstische Kränkung macht aus dem kneipenredenschwingenden Revoluzzer einen Mann der Tat, den bald gefürchteten Räuberhauptmann Moor, einen Robin Hood des Sturm und Drang.

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Szenenfoto "Die Räuber"
v.l. Eva Marianne Berger (Amalia von Edelreich); Niklaus Scheibli (Maximilian von Moor); Sönke Schnitzer (Franz von Moor)
Foto: 2014 © Henning Rosenbusch

Schillers „Räuber“ sind längst zum Klassiker geworden
Am Landestheater Coburg setzt Schauspieldirektor Matthias Straub das Drama in Szene und befragt dabei den klassischen Stoff auf sein utopisches Potenzial: Was sind die Visionen, für die es sich lohnt, die eigene bürgerliche Existenz, das eigene Lebensglück aufs Spiel zu setzen? Welche gesellschaftlichen Alternativen könnte eine heutige Räuberbande ihrem „tintenklecksenden Säkulum“ entgegensetzen? Immer wieder wird in letzter Zeit die Frage nach der Möglichkeit gesellschaftlicher Alternativen hörbar, nur um ebenso schnell wieder aus dem Fokus der Öffentlichkeit zu verschwinden – was macht utopisches Denken, auch nach dem Ende der großen visionären Gesellschaftsentwürfe, nach wie vor lebendig?

Zwischen Computopia und Occupy, zwischen Gotteskriegertum und Nachhaltigkeitsbewegung bleibt der Gedanke an die Veränderbarkeit der Verhältnisse, der Traum von einer (zumindest subjektiv) besseren Welt akut – und sei es als ein sich immer wieder nur im Scheitern realisierender Impuls.

DIE RÄUBER
Drama von Friedrich Schiller

Inszenierung
Matthias Straub

Bühne und Kostüme
Gabriele Wasmuth

Dramaturgie
Georg Mellert

Darsteller:

Maximilian von Moor
Niklaus Scheibli

Karl von Moor
Frederik Leberle

Franz von Moor
Sönke Schnitzer

Amalia
Eva Marianne Berger

Spiegelberg
Mathias Renneisen

Roller
Alexander Peiler

Schweizer
Thorsten Köhler

Hermann/ Kosinsky/ Pastor/ Pater
Nils Liebscher

Weitere Vorstellungen:

Dienstag,          17.06.2014 - 19.30 Uhr

Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Brückner-Salon

Landestheater Coburg
Schlossplatz 6, 96450 Coburg

Telefon +49 (0)9561 / 898900
Telefax +49 (0)9561 / 898929
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