Landesgartenschau Bamberg 2012

Landesgartenschau Bamberg von seiner grünen Seite
Am 26. April öffnet die Landesgartenschau 2012
in Bamberg ihre Pforten

Klein Venedig, die historische Altstadt und der Dom: Bamberg hat viele Gesichter und lockt damit zahlreiche Touristen - 1,9 Millionen jährlich. Bald gibt es noch einen Grund mehr, Bamberg zu besuchen. Einen "grünen" Grund, der 165 Tage andauert.

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Landesgartenschau Bamberg
Foto: 2012 © BR

Gepflegtes Grün war an der nördlichen Spitze von Bamberg Mitte - einer Insel, auf der sich das historische Zentrum der Stadt befindet - lange nicht zu sehen. Vor 18 Jahren schloss hier eine Baumwollspinnerei ihre Pforten. Von da an standen die Gebäude leer, das Gelände verwilderte nach und nach. 2002 bewarb sich die Stadt Bamberg mit dem 18 Hektar großen Areal um die Landesgartenschau 2012 - und bekam den Zuschlag!

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Blick auf Bamberg

Landesgartenschau Bamberg
Foto: 2012 © BR

2008 begann der Umbau der Fabrikgebäude und der direkt daneben gelegenen Anlage des Fischpasses. Der kleine Bach, der direkt aus der Regnitz abgeleitet wird, durchquert das Gelände. Auf 1,2 Kilometern Länge hat er dabei ein Gefälle von vier Metern. Der Fischpass soll die Regnitz, die Bamberg umfließt, wieder für Barbe, Nase und Aitel passierbar machen - der ursprüngliche Weg der Fische ist wegen eines Wasserkraftwerkes nicht durchlässig. Besucher können den Fischpass mittels Furten, Brücken oder Trittsteinen überqueren.

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Themengärten - Anregungen für Zuhause!

Landesgartenschau Bamberg
Foto: 2012 © BR

Seit 2011 sind die Strukturen des Gartenschaugeländes fertig
Am Weidenufer sind auf 1.500 Quadratmetern acht Themengärten entstanden. 'Wechselspiel - Stilwechsel' ist das Motto eines Gartens. Er ist zweigeteilt, der erste Bereich ist im Landhausstil gehalten. Die zweite Hälfte besitzt genau den gleichen Grundriss, ist aber dennoch völlig anders. Sie ist modern gestaltet mit Buchswürfeln, Betonpflaster und quadratischen Sitzgelegenheiten. Die Gegensätzlichkeit macht diesen Garten so anziehend.

An Ferien und Urlaub erinnert „La Dolce Vita“ - ein Garten,
der den Besucher einlädt, sich niederzulassen und einen Kurzurlaub auf dem eigenen Grundstück zu genießen. 150 bis 230 Quadratmeter groß sind die einzelnen Themengärten der Bamberger Gartenschau. Das entspricht dem Trend: Grundstücke werden immer teurer, die Gärten dadurch immer kleiner. Eine Herausforderung für Landschaftsarchitekten!

Das neue Wohnzimmer
Den Themenbereich nebenan haben die Planer "Das neue Wohnzimmer" genannt. Er liefert Ideen, wie man den Wohnraum ins Freie erweitern kann. Hier lässt man sich gerne nieder: Vier Dach-Platanen bilden einen lebenden Sonnenschirm. Der ist witterungsbeständig und langlebig. Nur einmal im Jahr muss man ihn mit der Schere wieder in Form bringen. Der Lounge-Bereich wird von einem Wasserbecken in der Mitte geteilt. Die edle Pflanzen- und Materialauswahl sorgt für eine beruhigende Atmosphäre. Alle Gartenplaner haben das Thema 'Wasser' aufgegriffen, denn die Gartenschaustadt Bamberg liegt eingebettet zwischen Regnitz und Main-Donau-Kanal.

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Bäume, Stauden, Sommerblumen
Landesgartenschau Bamberg
Foto: 2012 © BR

400 Bäume, 5.500 Sträucher und 50.000 Stauden
haben die Gärtner auf dem Gartenschau-Gelände gepflanzt. Blütenstauden kann der Besucher in fünf unterschiedlichen Pflanzungen betrachten. Deren Konzept: Jeder Bereich zeigt eine sogenannte Leitstaude mit den dazugehörigen Begleitpflanzen. Der Staudenbereich bleibt auch nach der Gartenschau erhalten, soll ein fester Bestandteil des Erbaparks werden. Betritt man den nächsten Bereich der Bamberger Landesgartenschau, meint man unter den Füßen einen hochflorigen Teppich zu spüren. Die Pyramidenwiesen ermöglichen dem Besucher einen außergewöhnlichen Blick. Zum einen hat man hier die Erde verbaut, die beim Aushub des Fischpasses angefallen ist, und zum anderen deckeln die drei Pyramiden die Altlasten der ehemaligen Fabrik ab. Insgesamt 15.000 Kubikmeter Erdmaterial haben die Bagger dafür bewegt und in Form gebracht.

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Bamberg, die Gärtnerstadt
Landesgartenschau Bamberg
Foto: 2012 © BR

Neben dem ERBA-Gelände gibt es noch mehr zu entdecken
Ein Rundweg führt in die Gärtnerstadt. Hier kann man sich davon überzeugen, dass die Bamberger nicht umsonst 'Zwiebeltreter' gerufen wurden. Apropos Treter: Man sollte gutes Schuhwerk wählen, denn einmal angefangen, möchte man am liebsten ganz Bamberg zu Fuß erkunden.

Hinter den kleinen Häusern verstecken sich die Anbauflächen
70 aktive Gärtnerbetriebe gibt es hier noch, um 1850 waren es mehr als 500. Gertrud Leumer betreibt hier eine Spezialgärtnerei. 150 verschiedene Küchenkräuter, Tee- und Aromapflanzen baut sie an. Alles rein ökologisch nach Naturland-Richtlinien. Auch das Gärtner- und Häckermuseum lädt zu einem Besuch ein, ebenso wie die Aussichtsplattform in der Gärtnerstadt. Über die Uferwege, die entlang der Regnitz verlaufen, gelangt man von der Bamberger Altstadt zurück auf das Gartenschaugelände. Wer jetzt meint, schon alles gesehen zu haben, der täuscht sich. Auf dem 18.000 Quadratmeter großen ERBA-Gelände warten noch der Lakritzgarten, die Patchwork-Gärten, die Blumenhalle, das Schiffsdeck, der historische Garten und fünf Spielplätze auf die Besucher.

Am 26. April ist es soweit, dann öffnet die Landesgartenschau 2012
in Bamberg ihre Pforten.

Weitere Informationen:
Landesgartenschau Bamberg 2012 GmbH
Margaretendamm 28, 96052 Bamberg
Tel: 0951 96 83 78 - 0
Fax: 0951 96 83 78 - 30
Mail:
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Internet
: www.lgsbamberg2012.de

Quellenhinweis: BR.de - Bayerisches Fernsehen – Querbeet - Garten-Porträts

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