Ein Abend im Glasmuseum

Ein Abend im Glasmuseum
Europäisches Museum für Modernes Glas -
Zweigmuseum der Kunstsammlungen der Veste Coburg

Eine Fotoreportage von Ulrich Göpfert

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Dr. Sven Hauschke der Leiter des Europäischen Museums für
Modernes Glas bei der Führung
Foto: 2011 © Ulrich Göpfert

Stadt Rödental/Rosenau
Die besondere Atmosphäre einer Abendöffnung im Europäischen Museum für Modernes Glas im Schlosspark Rosenau in Rödental konnte ich am vergangenen Donnerstagabend genießen. Anlass genug, um zahlreiche Fotos anzufertigen, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte.

Die Entstehung des neuen Glasmuseums in der Rosenau ist vor allem dem Coburger Unternehmer und Mäzen Otto Waldrich zu verdanken. Die von ihm gegründete Stiftung finanzierte den Neubau, unterstützt von zahlreichen Spendern, konnte es mit Zustimmung der Bayerischen Schlösserverwaltung im Park Rosenau gegenüber der Orangerie errichtet werden. Nach nur einem Jahr Bauzeit unter Federführung des Coburger Architekten Albert Wagner wurde das Museum von den Kunstsammlungen der Veste Coburg eingerichtet.

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Foto: 2011 © Ulrich Göpfert

Der langgestreckte Bau besitzt 1.260 qm Ausstellungsfläche
In der Dauerausstellung des Erdgeschosses kann der Besucher die Geschichte des Studioglases von den 1960er Jahren bis heute nacherleben, er wird buchstäblich bekrönt von einem Glas-Licht-Objekt nach Entwurf der in München lebenden Japanerin Masayo Oda. Eine Glastreppe führt ins Obergeschoss zum Sonderausstellungsraum und zum Lampenglasstudio als besonderer Attraktion. Auf der Galerie erfährt der Besucher darüber hinaus anschaulich aufbereitete Informationen über Glas und dessen Verarbeitung.

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Foto: 2011 © Ulrich Göpfert

Führung zur Umgestaltung der Dauerausstellung
Gut zwei Jahre nach der Eröffnung des Glasmuseums wurde die Dauerausstellung nun teilweise umgestaltet. So wurden neue Objektgruppen geschaffen, vorhandene Werke neu zusammengestellt und auch einige Neuerwerbungen in die bestehende Sammlung integriert.

Im Rahmen einer kostenlosen Führung gab Dr. Sven Hauschke – Leiter Sammlung Kunsthandwerk und Europäisches Museum für Modernes Glas – einen Überblick in die neue Dauerausstellung, begleitet von zahlreichen Besuchern.

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Foto: 2011 © Ulrich Göpfert 

Perlendrehen mit Karolin Wagner im Lampenglasstudio
Während der ganzen Abendöffnung bestand sowohl für Kinder als auch für Erwachsene die Möglichkeit, unter Anleitung der Künstlerin Karolin Wagner im Lampenglasstudio des Museums Glasperlen und kleinen Glasschmuck am Tischbrenner zu gestalten.

Weitere Impressionen von der Abendöffnung:

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Kopf
Czeslaw Zuber, Polen, geb. 1948, lebt in Frankreich
Gelbliches optisches Glas, gegossen, gesägt,
geschliffen, sandgestrahlt und kaltbemalt.


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Ein Blick in die Ausstellung

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Lutherschale
Florian Lechner, Deutschland, geb. 1938
Optisches Glas mit blauer Farbeinschmelzung, 
im Ofen abgesenkt

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Dance, 2006
Ulrich Precht, Deutschland, geb. 1956
Glas, gegossen, schabloniert, Metall
Geschenk des Künstlers

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Zwei geschnittene Formen in Rot
Harvey K. Littleton, Vereinigte Staaten, geb. 1922
Farbloses Glas mit Fadeneinschlüssen, frei geformt
Gestiftet von Otto Waldrich, Coburg


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Zahlreich waren die Besucher zur Abendöffnung in das Glasmuseum gekommen

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Tunnel Vision III, 2006 (im Vordergrund)
  Carl Nordbruch, Großbritannien, geb. 1967
Rotes und weißes Überfangglas, geschliffen und poliert

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Vorne links: Vase "Klatschmohn", 1989
Joel Philip Myers, Vereinigte Staaten, geb. 1934
Farbloses Glas mit rot-gelbem Überfang
und partiellen Auflagen
Geschenk von Otto Waldrich, Coburg

Rechts: Schale, 1994
Ann Robinson, Neuseeland, geb. 1944
Oranges Glas, formgeschmolzen

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Morgenspaziergang, 2004
Marta Klonowska, Polen, geb. 1964, lebt in Deutschland
Kobaltblaues Glas, Metall

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Der Geburtstag der Infantin
Hermann Ritterswürden, Deutschland, geb. 1966
Lampenglas, montiert

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Im Vordergrund: Zelle, 2005
Zora Palová, Slowakien, geb. 1947
Blau-grünes Glas, gegossen, teilweise geschliffen

und poliert

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Links: Dr. Sven Hauschke, rechts: Objekt 93/176/38, 1977
Hans Peter Kremer, Deutschland, 1947 - 1981
Farbloses, optisches und anthrazifarbenes Glas,
geschliffen, Edelstahl

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Karierter Teppich, 1984
Mikko Merikallio, Finnland, geb. 1942
Manganviolette Glasstäbe, verschmolzen, abgesenkt
Das Thema der Materialverfremdung, wie hier
die textile Erscheinung eines Glasobjektes,
wird in den 1980er Jahren verstärkt diskutiert.

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Glas hinter Glas

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Blick in einen Ausstellungsraum
 des Glasmuseums

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Von links: Frau Kai-Iris Wicht, die Empfangsdame vom Glasmuseum
und Beatrice Höllein
(bekannt als "Coburger Mohr" ) hatten ihre Freude
an der gelungen Abendöffnung im Glasmuseum

 Alle Fotos: 2011 © Ulrich Göpfert

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