Wirtshaustheater: Dreisamma

Landestheater Coburg
Wirtshaustheater: Dreisamma
im "Münchner Hofbräu", Coburg

Ein Karl-Valentin-Abend

In dieser Revue mit der traurigen Rechenaufgabe im Titel  – Dreisamma, wenn zwei nicht kommen, san ma einsamer – fliegen nicht die Beine, sondern die Buchstaben. Schließlich ist der Abend dem genialen Querdenker Karl Valentin gewidmet und findet dort statt, wo dieser selbst jahrelang als Volkssänger und Komiker arbeitet – im Saal eines Wirtshauses, in diesem Fall in der Gastwirtschaft „Münchner Hofbräu“ in Coburg.

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Dreisamma - Szenenfoto
Foto: 2010 © Landestheater Coburg/Hennig Rosenbusch

Das Münchner Hofbräu wird zur Bühne
Hier begegnen wir dem bayrischen Anarcho-Clown Valentin wieder, der dank seiner Sketche und Filme unsterblich wurde. Bewundert von Bertolt Brecht oder Kurt Tucholsky nahm er Alltagssprache auseinander und setzte sie zu kleinen gedanklichen Brandsätzen wieder zusammen. Inspiriert hat er viele Künstler, unter ihnen auch Loriot oder Helge Schneider und seine Unsinnsprüche gehören mittlerweile zum Sprachschatz: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ – von Valentin. „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“ – auch von Valentin, sich „wie Buchbinder Wanninger in der Warteschleife fühlen“– sowieso.

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Dreisamma - Szenenfoto
Foto: 2010 © Landestheater Coburg/Hennig Rosenbusch

Manche nannten es Dadaismus, manche nannten es Wortwitz: Valentin Ludwig Fey alias Karl Valentin ging mit seinem Publikum immer eine Runde Gehirn-Joggen, wenn er auf die Bühne stieg. Sketche, Texte und Couplets werden diese Revue ausmachen, aber auch der skurrile Geist, der den langen Schlacks antrieb, Panoptiken und Unsinn mit kindlicher Freude zu kultivieren. Und wenn man weiß, dass der größte Teil von Valentins künstlerischem Vermächtnis noch gar nicht gesichtet ist, kommt einem nicht nur als Titanic-Kapitän dieser Abend irgendwie wie eine theatrale Eisbergspitze vor.

 

Mitwirkende:

Inszenierung:    Michael Götz

       Bühnenbild:       Susanne Wilczek

 Kostüme:            Imke Paulick

     Karl:                   Niklaus Scheibli

  Valentin:            Helmut Jakobi

                                          Liesl:                   Ines Lutz

 

Weitere Vorstellung:
27. Februar 2011  -   18.00 - 19.30 Uhr

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