„...und die Welt ward erlöst“

„...und die Welt ward erlöst“
ist der Titel der Passionskrippenausstellung in der Forchheimer Marienkapelle
des Krippenbaumeisters Karl-Heinz Exner aus Bischberg

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Zum 10. Mal stellt Krippenbaumeister Karl-Heinz Exner Passionskrippen in der Marienkapelle in Forchheim aus.
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Forchheim Krippenbaumeister Karl-Heinz Exner lädt noch bis zum 12. April
in die Marienkapelle vor der Kaiserpfalz in Forchheim ein. Er stimmt damit auf
die Karwoche und das Osterfest ein. In der Passionskrippenausstellung „…und
die Welt ward erlöst“ zeigt der 73-jährige Bischberger dort einzigartige
Passionskrippen.


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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Bei dieser Passionskrippenausstellung zeigt Krippenbaumeister Karl-Heinz Exner in
13 Szenen sowie zwei Laternenkrippen und einem Krippenkästchen seine detailgetreue Darstellungen zu diesem Thema. Als neues Ausstellungsobjekt ist in diesem Jahr „die Fußwaschung“ dazugekommen.

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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert 


„Krippenbau ist die sichtbare Predigt, sie spricht Herz, Seele, Augen und Gemüt
an“
Bereits zum 10. Mal können die Besucher die filigranen Krippen bewundern. Mit der detailgetreuen Darstellung der biblischen Ereignisse rund um die Osterzeit möchte der Krippenbaumeister die Besucher auf die Passion einstimmen, den Leidensweg
veranschaulichen und die Auferstehung feiern. Für Exner sind seine Krippen Orte
der Begegnung von Gott und den Menschen: „Ich möchte hiermit das Evangelium
verkünden, indem ich es sichtbar darstelle“, sagt Exner.

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Foto 2015 © Ulrich Göpfert

Die „Ernste Krippe“,
wie sie auch oft genannt wird, umfasst die Kirchenjahreszeit
vom Palmsonntag bis Ostermontag. Im engeren Sinn werden die Szenen vom Einzug
in Jerusalem über die Stationen der Leidensgeschichte bis zur Auferstehung dargestellt.

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Foto 2015 © Ulrich Göpfert

Passionskrippen werden seltener gezeigt als Weihnachtskrippen

Der Grund dafür ist, dass Szenen zeitlich und thematisch eng zusammengedrängt
werden müssen, was einen riesigen Aufwand des Krippenbauers fordert: Sei es an Zeit,
Figuren, Utensilien und zeitraubenden Vorbereitungen für die zu bauenden Szenen.

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Foto 2015 © Ulrich Göpfert

Seine Passionskrippen erfordern vom Betrachter
eine ernstere Auseinandersetzung mit dem überlieferten Geschehen, als die
Betrachtung des Jesuskindes in seliger Weihnachtsstimmung. Die Darstellungen sind entsprechend asketisch-herb, beschränken sich auf das tatsächliche Geschehen und
sind weniger ausgeschmückt, aber gerade dadurch voller Dramatik. Zunehmend mag
eine verborgene Scheu vor dem Mysterium des Todes Christi mitwirken, welche mit
Trauer und Tod verbunden ist. Deshalb wird die Passionskrippe wohl immer einen
begrenzteren, vielleicht aber interessierteren Kreis von Besuchern ansprechen.

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Foto 2015 © Ulrich Göpfert

Karl-Heinz Exners Faszination für Krippen begann im Kindesalter
Eine Nachbarin zeigte dem damals Siebenjährigen kurz vor Weihnachten ihre
Familienkrippe. Damit er die Bedeutung verstand, erzählte sie ihm vorher die Weihnachtsgeschichte. Anfang Januar 1949 schenkte die Frau ihm eine Schachtel
mit Krippenfiguren und legte damit die Grundlage für eine inzwischen 66 Jahre
dauernde Leidenschaft. Anfragen für Ausstellungen erreichen Exner mittlerweile
aus der ganzen Bundesrepublik – von Hamburg bis zum Schwarzwald und sogar
aus dem Ausland.

Weitere Impressionen von der Passionskrippenausstellung in der Forchheimer Marienkapelle und der Ausstellung „Allerlei aus Ei!“
im Pfalzmuseum Forchheim


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Alle Fotos: 2015 © Ulrich Göpfert


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Die Passionskrippenausstellung in der Forchheimer Marienkapelle kann noch bis
12. April täglich von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr besichtigt werden, der Eintritt kostet
2,00 Euro.

Wer dem Krippenbaumeister über die Schulter schauen möchte bekommt am
Samstag, 04. April von 11:00 bis 17:00 Uhr nochmals Gelegenheit dazu. Im
Gewölbekeller des Forchheimer Pfalzmuseum gibt Karl-Heinz Exner Tipps
und Tricks zum Krippenbau.

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