Der Garten- und Arzneikürbis

Kürbiszeit
Der Garten- und Arzneikürbis
Lecker und heilsam

Von Andreas Szelenyi

Beta-Carotin, Vitamin E und C, Mineralstoffe: Der Garten- oder Arzneikürbis hat einiges zu bieten. Er wirkt nicht nur lindernd bei Harnwegsinfekten, eine Kürbissuppe wärmt den Körper lange von innen - und das ist die beste Vorbeugung gegen Erkältungen.

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Kürbisernte
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Er ist eigentlich eine einfache, anspruchslose Pflanze
Der Garten- bzw. Arzneikürbis. Und der ist 2005 zur "Arzneipflanze des Jahres" gekürt worden. Begründung der Jury: Der Arzneikürbis ist ein Paradebeispiel dafür, dass seine Wirkung nicht nur Eingang in die alternative Heilmedizin gefunden hat, sondern auch in die Schulmedizin.

"Cucurbita pepo", so sein lateinischer Name
wurde in Europa zwar erst im 16. Jahrhundert populär. Damals brachten ihn die Entdecker aus Mittel- und Südamerika mit. Doch seine heilende Wirkung kannte man auf dem Alten Kontinent schon viel früher. So wird er bereits in der ältesten Arzneimittellehre Europas, der Materia Medica" aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, erwähnt.

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Kürbisse - Jetzt wird's orange, so bringen Sie den Kürbis fein raus
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Vitamine und Mineralstoffe
Heute weiß man: Der Kürbis enthält viel Beta-Carotin, sowie die Vitamine E und C. Allesamt stärken sie die Immunabwehr - wichtig gerade in der Erkältungszeit. Zudem liefert er jede Menge Mineralstoffe wie Kalium, Calcium oder Magnesium. Und das alles bei wenigen Kalorien.

Der hohe Anteil an Wasser im Fruchtfleisch des Kürbisses führt dazu, dass er sehr entwässernd wirkt. Früher wurde er deshalb als Entschlackungsmittel gepriesen. Auch heute noch ist diese entwässernde - und zugleich entkrampfende Wirkung das Markenzeichen des Garten- bzw. Arzneikürbisses.

Er wirkt entwässernd
Vor allem Frauen leiden oft unter einer sogenannten Reizblase und spüren dadurch vermehrten Drang zum Wasserlassen. Der Kürbis wirkt entkrampfend, lindert somit die Beschwerden. Ähnliche Symptome kennen auch Männer, die unter gutartigen Wucherungen der Prostata leiden. Auch ihnen verhilft "Cucurbita pepo" zu einer Besserung.

Die größte Wirkung liegt in den Kernen des Kürbisses. Und dort ist es vor allem eine Variante aus der Steiermark, die bekannt ist: Dessen Kerne haben nämlich fast keine Schale und lassen sich daher sehr gut zu Kürbiskernöl verarbeiten.

Aber auch das Fruchtfleisch von "Cucurbita pepo" ist gesund und in der Küche vielseitig verwendbar. Eine Kürbissuppe zum Beispiel hat - neben den schon beschriebenen gesundheitsfördernden Wirkungen - einen weiteren Vorteil: Sie wärmt den Körper sehr lange von innen und da haben Erkältungsviren keine Chance.

Quelle:  BR.de - Themen - Ratgeber - Ernährung - Kürbiszeit

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