Neues Schloss Rauenstein

Neues Leben einhauchen…
Neues Schloss Rauenstein
Tag der offenen Tür

Nach den Sanierungsarbeiten erscheint
das historische Gebäude in neuem Glanz

Eine Fotoreportage von Ulrich Göpfert

Rauenstein/Thüringen
Am „Neuen Schloss Rauenstein“ sind die Sanierungsmaßnahmen nach 23 Jahren größter Anstrengungen und Mühen abgeschlossen. Das historische Gebäude erscheint in neuem Glanz. Insgesamt wurden nach Abschluss der Arbeiten über 3,5 Millionen Euro in das Schloss investiert. Am vergangenen Samstag, 06. Juni 2015 wurde das „Neue Schloss“ im Rahmen eines Tages der offenen Tür am Vormittag geladenen Gästen und ab Mittag der Allgemeinheit vorgestellt. Bis Ende des Jahres 2015 sollen alle Arbeiten abgeschlossen und das historische Gebäude wieder öffentlich zugänglich sein.   

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Nach den Sanierungsmaßnahmen erstrahlt das „Neue Schloss Rauenstein“
auch außen in neuem Glanz.
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Seit dem 14. Jahrhundert befand sich das „Neue Schloss Rauenstein“ in stetem Wandel von Aufbau und Niedergang, eng verbunden mit dem Rittergeschlecht derer von Schaumberg, aber auch 147 Jahre mit einer bekannten Porzellanmarke verbandelt.

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Der Bürgermeister der Gemeinde Frankenblick Jürgen Köpper (links) und der
stellvertretende Landrat Hans-Peter Schmitz vom Landkreis Sonneberg (rechts)
eröffneten die neu geschaffenen Räume.
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

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Der Kreisheimatpfleger Thomas Schwämmlein
informierte über die Geschichte des Schlosses.
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

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„Neues Leben einhauchen“:
Der Amtsleiter für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Gemeinde
Frankenblick Rainer Blechschmidt gab umfassend Einblick in die
umfangreichen Sanierungsarbeiten. Er hat seinen Dienstsitz im „Neuen Schloss“.
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

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Kai-Marian Büttner, der Vorsitzende vom
Thüringisch – Fränkischen Geschichtsverein und
vom Förderverein der Burgruine und des
Porzellanmuseums „Neues Schloss Rauenstein“
berichtet aus der Geschichte der Porzellanindustrie
Rauenstein.
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Das „Neue Schloss“ in Rauenstein steht in der Gemeinde Frankenblick

Sie ist die drittgrößte Kommune des Landkreises Sonneberg, entstanden am 1. Januar 2012 durch Fusion der vormals eigenständigen Gemeinden Effelder-Rauenstein und Mengersgereuth-Hämmern. Die idyllisch am Südhang des Thüringer Schiefergebirges gelegene Gemeinde zählt über 6.000 Einwohner und umfasst die Ortsteile Effelder, Rauenstein, Grümpen, Seltendorf, Rabenäußig, Rückerswind, Meschenbach und Döhlau sowie Mengersgereuth-Hämmern.

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Rund 2,5 Tonnen wiegt die sagenumwobene „Hochzeitstorte“,
die zur Zeit noch bis Eröffnung in einer Kiste schlummert.
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Die Bleßberghöhle
die im Zuge der Tunnelarbeiten für die ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt im April 2008 entdeckt wurde und seit einigen Jahren bereits wieder verschlossen ist. Ihr wird im Museum Neues Schloss Rauenstein ein eigener Bereich gewidmet. Unter anderem ist dort die sagenumwobene „Hochzeitstorte“ – ein wunderschönes, goldfarbenes Tropfsteinrelikt aus der Bleßberghöhle mit einem stolzen Gewicht von rund zweieinhalb Tonnen – ausgestellt.

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Verschiedene Exponate des „Rauensteiner Porzellans“ konnte man schon bestaunen.
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Rauensteiner Porzellan
Darüber hinaus wird das innen wie außen vollkommen neu konzipierte Museum mit seinem reichhaltigen Fundus das berühmte Rauensteiner Porzellan zeigen.
Als eine der ältesten Thüringer Manufakturen 1783 gegründet, wurden in der Porzellanfabrik Rauenstein bis 1930 Alltagsporzellan aber auch erlesene Stücke sowie Porzellanfiguren und Porzellanköpfe für Puppen produziert.

Zu den bekanntesten Dekoren zählen das Stroh- und Zwiebelmuster, das Delfter Dekor und das Rauensteiner Vogelmotiv.

„Schildkröt“-Sammler- und Spielpuppen

Auch die Entwicklung der Regionalgeschichte und die hiesige Spielwarenhistorie wird in der neuen Ausstellung präsentiert. Ein Schwerpunkt ist die in Rauenstein beheimatete Weltmarke „Schildkröt“.
Die Geschichte des Unternehmens begann am 3. April 1873 mit der Gründung der damaligen „Rheinischen-Hartgummi-Waren-Fabrik“ in Mannheim-Neckerau. Diese lange Tradition war Grund genug, ein eigenes Museum zu eröffnen und den herausragenden Fundus der Marke zu präsentieren. Das Museum bietet Puppenliebhabern wie Puppenfachleuten einen Einblick in die lange Geschichte der Firma Schildkröt. Seit 1993 produziert das Unternehmen im Ort hochwertige Sammler- und Spielpuppen, deren Schätze über viele Jahre in einem Werksmuseum gezeigt wurden und mit Wiedereröffnung des „Museums Neues Schloss“ in dessen Räumlichkeiten Einzug hält.

Am vergangenen Samstag, 06. Juni 2015 wurden Tür und Tor geöffnet um Einblicke in das „Neue Schloss in Rauenstein“ zu geben:

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Alle Fotos: 2015 © Ulrich Göpfert

Quellenhinweis: Gemeinde Frankenblick

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